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7600 km in 5 Tagen - Die Transmongolische Eisenbahn

[G2:12377 n=1 class=left exactsize=180 frame=dots] Nach dem sehr interessanten Aufenthalt in China ging es langsam nach Hause, in Umgekehrter Richtung als ursprünglich geplant wollte ich den Zug in Richtung Moskau nehmen. Wie ich bereits erwähnt hatte klappte alles wunderbar mit den Visa, auch wenn ich dafür viel Warten musste.

Am Bahnhof in Beijung verlief ich mich zuerst einmal und lief einer riesigen Herde im Ersten Stock nach, doch die Gruppe war nicht auf dem Weg nach Moskau wie mir schnell bewusst wurde. Auch nach einigem hin und her laufen fand ich diese Ominöse warte Halle nicht. Ich fragte also nach, und mir wurde der Weg nach unten gezeigt, nachdem es klar war dass es irgendwo im Erdgeschoss sein musste war der Warteraum schnell gefunden, der Hauptsächlich mit Ausländern gefüllt war.

Der Einlass in den Zug dauerte eine halbe Ewigkeit, die Chinesen vor uns wurden sehr gründlich überprüft und sogar das Gepäck wurde gewogen, da es aber knapp wurde mit der Zeit liessen sie uns dann wohl recht flott durch. Noch etwas trinken kaufen und Einsteigen.

Ich teilte am Anfang mein Abteil mit einem deutschen Pärchen und konnte somit mal wieder Deutsch sprechen. Der Zug fuhr dann sehr püktlich ab und es ging los in die Chinesische Steppe in Richtung innere Mongolei. Die Aussicht war schön, es wurden Gutscheine fürs Essen verteilt und die Zeit verging wie im Flug.

Im Restaurant traf man all die Leute die man schon kannte und verbrachte da einige Zeit mit quatschen, am Abend gins erst wieder in Richtung Abteil nachdem die Ausreise-Karten verteilt wurden, und es war schon längst dunkel.

An der Grenze in die Mongolei warteten wir mehrere Stunden, Passkontrolle, auswechseln des Fahrwerks, und schliesslich gegen 2 Uhr morgens geht es weiter quer durch die Mongolei.

Als ich am morgen aufgewacht bin sah ich aus dem Fenster und sah nur noch Sand, wir waren in der Wüste Gobi. So wie man sich das Vorstellt überall nur Sand. Aber es war bedeckt und es war relativ kühl. Man fühlte sich nicht unbedingt wie in einer der grössten Wüsten der Welt. Und schon wenige Stunden später ging es langsam wieder in die Steppe und kurz vor Ulan-Bataar gab es auch wieder erste Bäume.

[G2:12401 n=1 class=left exactsize=180 frame=dots]In Ulan-Bataar verliess uns ein ziemlich grosser Teil der Mitreisenden, Es ist schon beeindruckend wenn man sieht wie ein grossteil der Menschen in der Mongolei selbst in der Hauptstadt in Yurten wohnt.

Der Abend wird wieder spät, diesmal gibt es die Einreise nach Russland. Die russischen Grenzkontrollen erfüllen alle Vorurteile von Gründlichkeit, zumindest Oberflächlich. Das Einreiseprozedere zieht sich wieder bis früh in den Morgen bis man endlich ins Bett fallen kann.

Dafür wird man am nächsten Morgen mit einer fantastischen Aussicht auf den Baikalsee belohnt. Stunden lang fährt man entlang dieses riesigen Gewässers, bis man schliesslich an der Spitze des Sees und Kurz vor Irkutsk wieder vom Ufer abbiegt.

Man fährt durch einen nicht mehr enden wollenden Wald, ab und zu durch Felder, Flüsse und Städte unterbrochen. Wir rasen an Irkutsk, Zima, Nishni Udinsk vorbei welches die grössten Städte in der Gegend sind... trotzdem fühlt man sich wie irgendwo im Nirgendwo.

[G2:12605 n=1 class=left exactsize=180 frame=dots]Die Zeitzonen fliegen an einem vorbei, oder man lebt auch mitten in Russland noch nach der Pekingzeit. Am 5ten Tag der Reise kommen wir dann schliesslich nach Europa. Noch 1777Kilometer bis Moskau. Mitten im Ural steht ein Obelisk der die Grenze zwischen den Kontenten symbolisiert. Mit 120km/h rasen wir daran vorbei, Kurs auf Moskau.

Am 6ten Tag sieht man langsam die Vororte von Moskau, und ich pack meine sieben Sachen wieder zusammen und ich freue mich schon auf eine Lange Dusche im Hotel.

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